Schmerzdokumentation mit der Wong-Baker-Skala

By on 10. Juli 2013 in MediFox stationär

Sowohl auf dem Desktop PC als auch auf dem CarePad steht Ihnen mit MediFox stationär 2.5 bei der Schmerzdokumentation die Wong-Baker-Skala zur Verfügung. Sobald Sie in der elektronischen Pflegemappe einen Schmerz erfassen wollen, öffnet sich die Wong-Baker-Skala. Durch die leicht verständlichen Smiley-Symbole können auch Ihre Bewohner mit einer Aphasie oder mangelnden Sprachkenntnissen Ihr Schmerzempfinden ausdrücken.

Wong-Baker-Skala

Sie wollen noch mehr über die Wong-Baker-Skala erfahren? Dann lesen Sie weiter 😉

Unsere pflegewissenschaftliche Mitarbeiterin Francesca Peinze hat sich mit der Wong-Baker-Skala beschäftigt und für Sie interessante Informationen aufbereitet.

Die „Wong- Baker Skala“  oder woher die Skala ihren Namen hat

Wer war (en) eigentlich Wong-Baker und was hat es mit dieser Skala auf sich?

Aus der Praxis kennen Sie alle die „Smileys“, angeordnet auf einer Skala mit den Zahlenwerten von 0 – 10.

Diese Gesichter- Skala erleichtert Ihnen das Einschätzen von Schmerzen bei Kindern oder bei älteren Menschen beispielsweise mit mangelnden oder nicht vorhandenen Sprachkenntnissen. Fast täglich kommt diese Skala in der Praxis zum Einsatz und sicherlich haben Sie sich auch schon einmal gefragt, woher die Skala eigentlich ihren Namen hat und in welchem Kontext sie entstanden ist?

Die Entwicklung der Skala ist auf zwei Amerikanerinnen zurück zu führen, die Anfang der 80ziger Jahre zusammen in einem Krankenhaus in Oklahoma in der Pädiatrie arbeiteten. Dr. Donna Lee Wong war Krankenschwester und Pflegewissenschaftlerin. Sie wurde 1948 in New Jersey geboren und wuchs in einer Zeit auf in der es kaum üblich war schmerzlindernde Medikamente insbesondere bei Kindern einzusetzen oder das kindliche Schmerzverhalten näher zu beleuchten.  Zu dieser Zeit ging man davon aus, dass Kinder die Schmerzen im Allgemeinen sehr gut vertragen und war deshalb nur sehr sparsam mit der Vergabe von Schmerzmitteln. Sie selbst erkrankte als Kind an Leukämie und durchlebte dadurch einige schmerzhafte Zeiten. Diese frühen Kindheitserfahrungen veranlassten Sie ihre Karriere als Krankenschwester zu starten.

Als frisch graduierte Krankenschwester arbeitete Sie auf einer Kinderstation und wurde erneut mit der Problematik des unzureichenden Schmerzmanagements bei Kindern konfrontiert. Für die Arbeit mit Kindern nutzte Sie ihre eigenen Erfahrungen, um den Leidensdruck entgegen zu wirken.  Donna Lee Wong absolvierte zunächst einen Master an der Universität in Kalifornien und promovierte anschließend an der Oklahoma State University.

Eines ihrer Forschungsgebiete war unter anderem das Schmerzmanagement bei Kindern.  Während ihrer Studien traf Sie Anfang der 80ziger Jahre auf die Connie Baker. Baker arbeitet zu dieser Zeit als Fach-Kinderkrankenschwester in der Pädiatrie in Oklahoma und unterstützte fortan die Arbeiten von Wong. Während ihrer gemeinsamen Forschungen zeigte sich, dass die Stimmungslage bei Kindern innerhalb des Krankheitsprozesses oftmals missinterpretiert wurde und dies zu einem ineffektiven Krankheitsverlauf und Behandlung führte. Anhand dieses Ergebnisses entstand die Idee, dass Kinder mittels einer Hilfestellung besser in der Lage sein könnten, ihre Schmerzen zu äußern und diese zu verdeutlichen. Aufgrund dieser Forschungserkenntnisse entwickelten die beiden Frauen die „Wong-Baker FACES® Pain Rating Scale“.

Wong Baker Faces

Die Wong-Baker Skala wird im Allgemeinen als Ursprung der Forschung für das Schmerzmanagement gesehen. Dr. Donna Lee Wong verstarb 2008 nach einer erneuten Leukämie Erkrankung. Sie war mit Ting Wong verheiratet, aus der Ehe ging eine gemeinsame Tochter hervor. Connie Baker arbeitet als Geschäftsführerin der in 2008 gegründeten Wong-Baker FACES®  Foundation.

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Über den Autor

Über den Autor: Stephan Röbbeln ist seit Anfang April 2013 als Social Media Manager und Projektmanager bei MediFox tätig. Im Rahmen seines Studiums zum Wirtschaftsinformatiker hat er viele Facetten des "Social Media" und des Projektmanagements kennengelernt. Diese Expertise wird er nun bei MediFox einbringen. .

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Es sind 2 Kommentare vorhanden

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  1. Hallo liebes Medifox-Team,
    ich frage mich gerade, warum diese ganzen Funktionen beim MEDIFOX-Stationär gehen um im ambulanten Bereich das Care-Pad ein „besserer Fernseher“ ist.
    Wann kann man damit rechnen, das dies alles auch im ambulanten Bereich funktioniert?

    • SRoebbeln sagt:

      Hallo lieber Leser,

      erst einmal vielen Dank für Ihren Kommentar, wir freuen uns immer über einen konstruktiven Austausch mit unseren Kunden.
      Zu Ihrer Frage: Anders als in der stationären Pflege, wo vollständig digital dokumentiert werden kann, galt und gilt für uns bisher im ambulanten Bereich der Grundsatz, dass die Dokumentation im Haushalt des Klienten vorgehalten werden muss. In Papierform.
      Wir nehmen solche Wünsche seit Einführung des CarePads für die stationäre Pflege vereinzelt auch bei anderen ambulanten Kunden wahr und schließen deswegen in der weiteren Entwicklung solche Funktionen auch nicht konsequent aus. Bei der aktuellen Version für das CarePad haben wir den Fokus auf die Angebotsberechnung direkt beim Kunden gelegt, da im Zuge des PNGs alle Klienten (auch die bestehenden) auf ihr Wahlrecht auf Zeitvergütung und dessen Auswirkung informiert werden müssen (vgl. §§ 89 und 120 SGB XI). Darüber hinaus erhalten Sie mit der neuen Version die Möglichkeit ein Beratungsprotokoll vor Ort anzufertigen und direkt aus den Klientenstammdaten heraus Unterbrechungszeiträume zu verwalten, wodurch Sie direkt auf Ihre geplanten Touren Einfluss nehmen können.

      Dies ist zwar noch keine Dokumentation wie bei MediFox stationär aber das CarePad ambulant entwickeln wir stetig weiter.

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