„Fußball ist nicht alles im Leben…“ mit Frank Großer

By on 26. August 2013 in Allgemein with 0 Kommentare

Drei Spieltage in der Fußball-Bundesliga liegen hinter uns und den Vereinen. Frank Großer und ich werfen einen Blick auf das Spiel mit dem runden Lederding. Ich habe das Spielgerät bereits am Freitag intensiv in Augenschein genommen und ein langes und sehr persönliches Zwiegespräch geführt. Doch nun; in der Bundesliga rollt seit nunmehr genau 50 Jahren der Ball: was gibt es vom Wochenende zu berichten?

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Dennis: Unter Fußball-Anhängern heißt es „Fußball ist nicht alles im Leben, aber ohne Fußball ist alles nichts!“ Ganz ehrlich Frank, was für ein Wochenende! Oder wie Christian Streich so schön in seiner ur-badischen Mundart sagte: „Desch isch a Wahnszinn!“

Frank: Ja das ist richtig. 9 Platzverweise, die noch dazu in manchen Situationen mit Sicherheit fragwürdig waren, ist schon etwas Besonderes. Aber auch die Spiele hatten es insgesamt in sich. Das Spiel Leverkusen gegen Gladbach war etwas fürs Fußball-Auge.

Im Spiel Hoffenheim-Freiburg ging es ebenfalls hin und her. Die Mainzer haben zuhause auch gut gegen Wolfsburg gespielt und durch eine hoch effektive Chancenverwertung gewonnen. Wie lief es in Hannover?

Dennis: Ja, in Hannover lief es, wie es immer in Hannover läuft. In nüchternen Zahlen ausgedrückt ist 96 zu Hause eine Macht. Von den letzten 13 Heimspielen in der Bundesliga ging nur das Match gegen die übermächtigen Bayern im April verloren. Gefühlt ist 96 (so titelte heute eine der heimischen Tageszeitungen) der „Hannoversche Spektakel Verein“. Einfach nur „Fußball spielen“ und einfach nur „gewinnen“ kann diese Mannschaft nicht. Ohne vergebene Hundert-Prozenter – hüben wie drüben – rote Karten und Spannung bis zur letzten Sekunde geht kein Spiel im Niedersachsenstadion (oder wie es jetzt heißt: HDI-Arena) zu Ende.

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Und Frank, sei trotz des schlechten Starts Deiner Truppe nicht sauer oder enttäuscht. 96 hat nach dem Bundesliga-Aufstieg 2002 auch erst am fünften Spieltag auswärts in Leverkusen die ersten drei Punkte geholt. Lass die Jungs erstmal ankommen oder stell Dir vor, Du wärst Schalke- oder Hamburg-Fan…

Frank: Danke für die Aufmunterung. Schön, dass ihr wenigstens die Punkte behalten habt. Natürlich haben uns alle vor der Saison als ersten Absteiger

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festgemacht und auch ich hatte uns in der engeren Auswahl, wenn es darum geht, die letzten drei Plätze zu bestücken.

Allerdings hätte ich mir ein wenig mehr erhofft. Immerhin ein Tor zuhause – von Punkten rede ich noch nicht einmal – ich denke das ist nicht zu viel verlangt. Uns fehlen einfach die Torchancen und der Zug nach vorne.
Natürlich braucht es seine Zeit, bis man angekommen ist. Aber diese Phase sollte bald vorbei sein, sonst sind wir bereits außer Sichtweite, bevor wir angekommen sind.
Immerhin spielt nicht jeder so eine Rückrunde, wie letztes und vorletztes Jahr der FC Augsburg. Bellarabi und Kumbela brachten viel Schwung rein und erinnerten mich an so manche wirklich tolle Spiele aus den vergangenen Jahren. Alleine werden Sie es leider nicht richten können. Es fehlt an Qualität in der Breite.

Lass mal ich bleib bei meinem Verein, aber Schalke und Hamburger Fans sind ebenfalls nicht zu beneiden. Mit uns zusammen könnte man bald eine Selbsthilfe Gruppe aufmachen.
Die Protagonisten wie die Herren Fink, Kühne, van der Vaart und Co. bieten einem jede Woche neue Schmunzler und Schulterzucken an. Auch bei Schalke ist es auf einmal Podolski, der ins Gespräch gebracht wird.
Das Spiel um die CL Qualifikation hängt wohl auch mit dem weiteren Verbleib des Herrn Keller ab. Gewiss ist hier nur eins: Ruhe wird hier nicht mehr einkehren.

Dennis: Du hast recht, dass ist mitunter filmreif, was da abgeht. Mir hat das Interview von Herrn Kühne in der MoPo richtig gut gefallen. Es gab kaum einen Satz, in dem nicht der Name ‚Felix Magath‘ vorkam. Aber so wird die Liga nicht langweilig, auch wenn Bayern, Dortmund und Leverkusen vorne weg marschieren.

Frank: In der Tat bleibt die Liga in gewisser Hinsicht spannend. Mainz und Hertha sind für mich die bisherigen Überraschungen. Ob die beiden Teams die Leistungen konstant weiterverfolgen können, bleibt abzuwarten. Mainz hat aber in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie zuhause schwer zuschlagen sind und sich im oberen Drittel der Tabelle festsetzen können. Was meinst du dazu?

Dennis: Ich bin gespannt. Die Bruchweg-Boys sind ja unser nächster Gegner. Warten wir es ab, was Müller und Müller in Hannover abliefern. Wobei Kollege Heinz eine Hannoverscher Vergangenheit hat. Damals war er noch der Typ „Fliegenfänger“; da hat er in England und auch in Mainz stark an sich gearbeitet. Doch kommen wir zum Spieler des Spieltags, Frank. Wer ist in dieser Woche Dein Favorit?

Frank: Für mich waren in dieser Woche die Spieler Sidney Sam und Raphael Schäfer die Spieler des Tages. Sam hat entscheidend zum Sieg beigetragen und hat ein klasse Spiel abgeliefert. Schäfer hat seine Nürnberger gegen die Bayern lange im Spiel gehalten und auch den Elfmeter gegen Alaba pariert.  Was sagst du zum letzten Spieltag – wer ist dein Spieler des Tages?

Dennis: Mein Spieler der Woche ist Leon Andreasen’s hoch geschätzter Kollege Mame Diouf. Auch wenn er eine hundertprozentige Torchance und damit die Vorentscheidung hat liegen lassen, hatte er am Samstag ganz entscheidenden Anteil am Erfolg. Und wenn Du, wie von mir gewohnt, zwei Namen hören möchtest, dann „Kieß“ (Stefan Kießling). Nicht nur, weil er gut gespielt hat, sondern vielmehr weil er auf die elende Diskussion eines möglichen Einsatzes in der Nationalelf, endlich einen Deckel drauf gemacht hat.

Frank: Und es gibt ja noch viele weitere tolle Fußball-Jobs in Deutschland. Wenn er nicht mehr für Deutschland spielt, kann er auch noch Nummerngirl werden oder sich tolle Stadion-Choreographien, wie die der Berliner Hertha ausdenken;-)

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Über den Autor

Über den Autor: Dennis Heinrich ist seit 2004 Teil der MediFox-Familie und nach Tätigkeiten in Kundenservice und nahezu jeder anderen Abteilung im Unternehmen seit 2009 wieder im Kundenservice aktiv - als Leiter der 80 Mitarbeiter starken Abteilung. Leidenschaft, Lust am Gewinnen und der partnerschaftliche Umgang mit Kunden und Mitarbeitern zeichnen ihn aus. .

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