Ein Tag ohne Fussball ist ein verlorener Tag! mit Frank Großer [Update: 13.08.13]

By on 12. August 2013 in Allgemein with 3 Kommentare

Schon Ernst Happel, die große Trainerlegende, wußte: „Ein Tag ohne Fussball ist ein verlorener Tag!“ Zwei Monate mussten wir nun auf die Fussballbundesliga, Tore, Tränen und Triumpfe warten. Endlich geht es wieder los.  Neun Spiele, 37 Tore, Spiel, Spaß und Schokolade.

Spieltag1

 

Dennis: Willkommen (zurück) in der Bundesliga! Wie war’s, Frank?

Frank: Vielen Dank. Die Atmosphäre vor und während des Spiels war überragend. Das Stadion sieht nach dem Umbau auch schon richtig gut aus. Wir Fans und die Spieler haben alles gegeben, leider kam bei uns nichts zählbares herum.

Zwischen der 50. und 65.min haben wir Bremen nahezu eingeschnürt und auch in dieser Phase die Latte getroffen. Hier hätte das Tor fallen müssen; ich bin sicher dann hätten wir auch etwas mitgenommen.

Die Chance kurz vor Schluss zum Ausgleich muss dann aber spätestens genutzt werden. So bleibt nur der Satz „Gut gespielt, aber viel Lehrgeld gezahlt“ am Ende des Tages übrig.

Dennis: Ich bin eigentlich ganz froh über das Ergebnis meiner Roten. Spiele gegen Wolfsburg und unseren Ex-Trainer Dieter Hecking sind immer eine „Wundertüte“. Mit dem 2:0 kann man mehr als zufrieden sein. Doch es gab ja noch mehr zu erleben: Denn ewig grüßt der Handelfmeter. Das ging ja schon am Freitag gut los…

Frank: Ganz genau – im Duden müsste man als Synonym „Alvaro Dominguez“ einfügen. Ich bin sicher, dass er an dem Abend ganz schlecht geschlafen hat. Zwei Elfmeter in so einer kurzen Zeit habe ich noch nicht erlebt.

Dennoch haben die Bayern aber absolut verdient und nicht aufgrund der Elfmeter gewonnen.

Dennis: Was sagst Du zur Hertha und Sami Allagui? Sechs Jahre Profi. Sechs mal ein Treffer am ersten Spieltag. Und diesmal ein 6:1 gegen Frankfurt. Aus Frankfurter Sicht ein „Veh-lstart“ wie er im Buche steht.

Frank: Hertha hat sensationell gespielt. Hut ab. Für die Hertha war das ein guter Start mit schön herausgespielten Toren, allerdings darf man jetzt dort nicht den Fehler machen und „abheben“.

Oder wie der stellvertretende Chefredakteur von Bild, Alfred Draxler, am Sonntag im Volkswagen Doppelpass sagte: „Hertha ist so´n Verein, wo die Sektkorken schon knallen, wenn die Platzwahl gewonnen wird“.

Vergangene Woche hatte ich schon gesagt, dass ich auf die Leistung der Frankfurter Eintracht gespannt bin. Das Ergebnis in Berlin hätte ich so aber nicht erwartet.

Frankfurt hat ein ganz schweres Programm (vier Auswärtsspiele in den ersten sechs Partien). Auch die nächsten Gegner sind nicht ohne: Erst Hertha, jetzt zuhause die  Bayern, dann geht’s gegen uns, danach kommt der BVB.

Dazu kommt dann zwischendurch noch die Belastung der Europa League Playoffs. Wenn das mal gut geht…

Dennis: Da bin ich auch gespannt. Aber über die Frankfurter habe ich in der letzten Saison schon gestaunt. Fast so wie über das Kuriosum schlechthin: Der (Nicht-)Treffer von Kevin Volland. Und besonders skurril. In England hatte gestern die Torlinientechnik „Hawk-Eye“ im Wembley (ja, genau. Wembley, der Ort des WM-Finales ’66 und des umstrittenstens Tores aller Zeiten) Premiere.

Frank: Die Szene war wirklich kurios. Auch so etwas habe ich noch nicht gesehen. Ich denke in Deutschland sollten wir auch dringend darüber nachdenken die Torlinientechnik/ Torraumkamera einzuführen. Im ersten Saisonspiel kann man das (vielleicht) noch verschmerzen.

Nicht vorzustellen was passieren würde, wenn Auf-/oder Abstieg so entschieden werden. Ich finde, die Einführung in England ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Dennis: Und wer ist Dein Spieler der Woche, Frank?

Für mich gibt es in dieser Woche zwei. Natürlich Pierre-Emerick Aubameyang. Ein Wahnsinns-Dreierpack zum Einstand. Ein toller Stürmer. Aber was ist Fussball ohne Leon Andreasen?

„Leon is back!“ Der Typ ist einfach unglaublich. Im letzten Jahr war ich schon schwer beeindruckt, als er nach fast zwei Jahren zurück kam; aber nach dem Kreuzbandriss ist der Bursche jetzt wieder zurück und macht auch noch ein Tor!

Wünschen wir ihm, dass er endlich beschwerde- und verletzungsfrei Fussball spielen kann.

Frank: Definitiv – Andreasen hat sich das Tor redlich verdient. Die Nachricht, dass er das Länderspiel der dänischen Nationalmannschaft absagen musste, beunruhigt mich ein wenig, denke aber, es ist nur eine Vorsichtsmaßnahme.  Ich hoffe auch, dass er weiter verletzungsfrei Fussball spielen kann – ein wirklich netter Kerl mit großem Kampfgeist. Wir drücken die Daumen.

Aubameyang sehe ich genauso – er war schlicht überragend. Seine Schnelligkeit hat er jedes Mal perfekt eingesetzt und seinen Gegenspieler überrumpelt. Für mich zweifelsfrei der Spieler der Woche.

Auch die Leistung vom „Hunter“ (Klaas-Jan Hunterlaar; Anm. d. Red.)  ist nicht zu unterschätzen. Ich bin gespannt, wie es mit allen dreien und ihren Vereinen weitergeht.

Dennis: Und heute ist wieder Montag, da dürfen wieder Krawatten getragen werden, oder Herr Klopp?

Und selbstverständlich freuen wir uns wieder auf und über eine angeregte Diskussion mit allen Leserinnen, Lesern, Kundinnen, Kunden, Kolleginnen und Kollegen!

In diesem Sinne,
Nur Gutes!

Ihr/Euer Dennis Heinrich

Update: 13.08.13

Frank Großer und ich hatten bei Leon Andreasen wohl den richtigen Riecher. Das Fachmagazin „kicker“ hat ihn in die Elf des Spieltages gewählt, die 96-Fans haben ihn zum „TUI Man of the Match“ gevoted, und auch der Experte schlechthin, Sänger und Entertainer Mickie Krause hat ein Faible für den sympathischen Dänen.

Unser Kollege und rasender „Leserreporter“ Sebastian Hoppe hat, frei nach dem Motto „Schatzi, schick mir ein Foto!“ gleich zwei Fotos des Party-Königs auf dem Freiluftkonzert „Hannover olé“ geschossen und eingesendet. Vielen Dank dafür! 😉

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Wenn das so weiter geht, macht Leon nicht nur zehn Spiele (sein selbst formuliertes Saisonziel), sondern holt noch für Dänemark den WM-Titel in Brasilien… Aber selbst das, hätte er sich verdient!

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Über den Autor

Über den Autor: Dennis Heinrich ist seit 2004 Teil der MediFox-Familie und nach Tätigkeiten in Kundenservice und nahezu jeder anderen Abteilung im Unternehmen seit 2009 wieder im Kundenservice aktiv - als Leiter der 80 Mitarbeiter starken Abteilung. Leidenschaft, Lust am Gewinnen und der partnerschaftliche Umgang mit Kunden und Mitarbeitern zeichnen ihn aus. .

Es sind 3 Kommentare vorhanden

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  1. René sagt:

    Abgesehen davon, dass ich mich ziemlich für 96 freue – ein toller Saisoneinstieg – gibt es für mich ein ganz klares Low-Light: Und das ist das („Nicht“)-Tor von Volland. Im Eishockey gibt es die Technik schon jahrelang – es gibt bei jedem internationalen Wettbewerb Diskussionen deswegen, aber in Deutschland halten wir an unseren Traditionen fest, obwohl diese unsinnig sind. Für mich unverständlich.

    Als Highlight sehe ich die Leistung von Aubameyang – ein Wahnsinns-Liga-Einstieg. Mich persönlich hat auch der Treffer von Kießling gefreut – ich gönne ihm den Erfolg einfach.

  2. S. Herzog sagt:

    Ich muss sagen: Ich bin begeistert! Wenn jetzt die Saison vorbei wäre, hätte ich Recht gehabt mit meinem Meister. Aber ich bleibe realistisch: Das war das erste Spiel, das mit dem 6:1 Lust auf mehr, aber noch lange keinen Meister macht…
    Aubameyang hat dafür schon ein erstes Zeichen gesetzt, und Bayern wird vielleicht doch nicht so einsam marschieren müssen.
    Ich freue mich auf die nächsten Spieltage und sehe viel Potenzial für spannende Duelle!

  3. DHeinrich sagt:

    Ich möchte noch einmal kurz eine Meinung zum Thema „Tor-Technik“ teilen. Das Thema wird so kontrovers diskutiert und beachtet, doch in der aktuellen Ausgabe der „SportBild Plus “ auf dem iPad/iPhone rechnet Berries Boßmann in seiner Kolumne „Das Bo§mann-Urteil“ Kosten und Nutzen vor.

    Da heißt es, dass die Technologie „Hawk Eye“ neben dem eigentlichen Anschaffungspreis von 320.000 EUR noch 40.000 bis 60.000 EUR an jährlichen Wartungskosten pro Stadionbetreiber/Verein bedeuten würden.

    Aus seiner Sicht besteht für den Verein neben der Chance einen Treffer „zu gewinnen“ eben auch das Risiko im eigenen Stadion ein Gegentor anerkannt zu bekommen.

    Ferner rechnet er die Statistik der DFL (Deutsche Fussball Liga) vor. In der Saison 2012/2013 sei es in über 300 Bundesligaspielen zu gerade mal 14 dieser kniffligen Entscheidungen gekommen. Elfmal lagen die Schiedsrichter richtig, dreimal seien die Entscheidungen nicht falsch gewesen.

    Wenn man dieser Statistik Glauben schenkt und wir dieser Logik folgen, dann ist der Aufwand für einen Zweitligisten – und jetzt sprechen wir mal nicht vom FC Kölle, sondern z.B. vom SV Sandhausen, Union Berlin oder VfR Aalen – enorm hoch.

    D.h. bei 14 dieser kritischen Entscheidungen im Jahr und 36 Erst- und Zweitligisten, ist ein Verein alle 2,5 Jahre betroffen. Und damit ist das Vorzeichen – sprich: zum Vorteil oder Nachteil des Clubs – noch nicht bestimmt.

    Gehen wir mal davon aus, dass es hier zu einer gefühlten Gleichverteilung kommt. Frei nach dem Motto: „Mal verliert man und mal gewinnen die anderen!“. Das würde bedeuten, dass fünf Jahre ins Land gehen, bis diese Investition, dann bereits über eine halbe Millionen Euro einen positiven Nutzen für den Verein hat.

    Ob dann dieser Tor auch noch – wie von Frank Großer oben angenommen – über Auf- oder Abstieg oder „nur“ Sieg oder Niederlage entscheidet, ist dabei ebenfalls nicht berücksichtigt.

    Da macht es doch deutlich mehr Sinn, dass Spiel für fünf Minuten zu unterbrechen und dem Schiedsrichter Zugriff auf die aktuellen TV-Bilder zu gewähren. Bei sämtlichen Bundesliga-, DFB-Pokal-, Champions-League-, Euro-League-, WM-, und EM-Spielen sind die großen Fernsehsender, Übertragungsstationen und TV-Rechte-Händler ohnehin nicht weit.

    Mein Fazit: Fussball ist wie das echte Leben. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird…

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