10 Tage als Servicemitarbeiter im Außendienst – Teil 2

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

wie versprochen, möchte ich Ihnen natürlich noch den Restlichen Verlauf meiner Woche schildern, und freue mich, Sie auch heute als interessierte Leser begrüßen zu dürfen. Viel Spaß beim Lesen:

Donnerstag, 11. April 2013

7:00 Uhr starte ich ausgeruht und fit in den Tag. Nach einem kleinen Frühstück beim Bäcker nebenan geht die Reise um 8:00 Uhr weiter Richtung Hildesheim, nichts ahnend, was mich heute erwartet. Hin und wieder stockt der Verkehr etwas, aber ich habe keinen Termindruck und nehme es daher gelassen. Das Wetter ist für April typisch wechselhaft. Kurz vor 12:00 Uhr lege ich eine kleine Mittagspause ein, denn mein Magen „bittet“ um Essen. Als ich gerade wieder losfahren möchte, ruft mich ein Kollege an. Ein Termin muss kurzfristig umgeplant werden, da ein Außendienstmitarbeiter ausgefallen ist. Er fragt mich, ob ich bereit wäre, am Freitag einen Termin in Wiesbaden zu übernehmen, was zeitlich nicht optimal ist. Ich gehe kurz die Route durch und willige nach dem Versprechen des Kollegen, den Termin so früh wie möglich zu legen, ein.

13:00 Uhr erreiche ich die Zentrale, werde wie immer freundlich vom Empfang und von den Servicemitarbeitern begrüßt. Natürlich ist auch für einen kleinen Spaß Zeit. Dann buche ich mein nächstes Hotel, überprüfe meine Mails, unter denen auch ein lieber Gruß des Kunden am Vortag ist, gebe Unterlagen der vergangenen Tage ab, hole das Material für den nächsten Tag, das schon für mich vorbereitet wartet. Bei der Gelegenheit spreche ich noch kurz mit meinem Teamleiter und der Terminvorbereitung. Heute ist es nur ein kurzer Aufenthalt.

14:00 Uhr breche ich nach Wiesbaden auf. Und damit ich nicht an der Autobahn teuer tanken muss, halte ich in Hildesheim noch kurz an der Tankstelle. Dann warten wieder A7 und A5 auf mich, leider erneut mit Stau und stockendem Verkehr, weshalb ich erst 18:30 Uhr das Hotel erreiche. Dort stehe ich vor verschlossener Tür, aber ein Schild daneben bittet Gäste, in den Abendstunden anzurufen um einen persönlichen Code für die Eingangstür zu erhalten. Telefonisch wird mir auch alles andere erklärt, sodass ich mich schnell zurecht finde. Auf meinem Zimmer angekommen, weiß ich endlich, wieso es „Das kleine Hotel“ heißt. Parkplatz, Zimmer und Bad sind etwas klein geraten, aber für eine kurzfristige Buchung so nah beim Kunden ist es okay. Ich esse noch was kleines, schaue „Batman Begins“ und telefoniere natürlich wieder, bevor es ins Bett geht.

Freitag, 12. April 2013

6:15 Uhr endet heute die Nacht. Durch den leichten Anflug eines Hustens fühle ich mich nicht ganz fit, starte aber wie gewohnt in den Tag. Nach der Dusche und dem Frühstück geht es mir auch schon besser. Um 7:40 Uhr starte ich zum letzten Termin diese Woche und bin 10 Minuten später vor Ort. Nur leider stehe ich vor verschlossenen Türen, kein Kunde in Sicht. Telefonisch ist auch niemand zu erreichen, also rufe ich in der Zentrale an – Entwarnung. Ich habe mich in der Zeit geirrt, denn der Termin wurde im Laufe des Donnerstags noch eine Stunde nach hinten verschoben, nur mein Kopf wollte früher anfangen. So nutze ich die Zeit für einige E-Mails.

9:01 Uhr trifft auch die Kundin ein und entschuldigt sich vielmals für die Verspätung. Was sie nicht weiß, dass ich schon eine Stunde gewartet habe und es mir nicht auf die eine Minute ankommt. Kaum im Pflegedienst, zeigt sie mir den Server, der installiert werden soll, und bietet mir etwas zu trinken an. Wie so oft lehne ich den Kaffee freundlich ab und weiche zunächst auf Wasser, später auf Tee aus. Ich bin von dieser seltenen „Kein-Kaffeetrinker und Nichtraucher“-Spezies. So versorgt installiere ich den Server und anschließend zwei Arbeitsplätze. Bei der neuen Technik und der guten Ausstattung bin ich erfreulicherweise schon nach einer Stunde fertig. Währenddessen hat sich auch die Pflegedienstleiterin eingefunden und wir können mit der Schulung beginnen. Auch heute habe ich wieder viel Spaß, wie die beiden Damen auch. Und wir sind schnell, obwohl sie mich anfangs baten, es „für Dumme“ zu erklären. Innerhalb von nur 3 Stunden sind wir mit den heutigen Themen durch, was für einen Tag auch reicht. Auch die Damen sind erfreut, dass wir früher fertig sind, denn es gibt noch einiges zu erledigen. Schnell noch die Unterlagen ausfüllen und unterschreiben, dann geht es wieder los. Ich verabschiede mich und wünsche noch viel Erfolg.

13:10 Uhr fahre ich wieder Richtung Hildesheim und kann den größten Staus heute entgehen. Mit nur wenigen Verzögerungen bin ich um 16:10 Uhr in Hildesheim. Unterlagen, Reisekostenabrechnung, Nachbereitung, ein paar „Workaholics“ grüßen, dann endet meine Arbeitswoche – und es beginnt die nächste. Da ich Montag direkt einen Termin habe, bereite ich alles für die kommende Woche vor: neue Unterlagen, zwei Würfel und die ersten Informationen zum Montagstermin, damit gerüstet steige ich ins Auto und beginne mein Wochenende.

Nicht nur in Nürnberg war Messe (die Kollegen sind erschöpft, aber fröhlich wieder in Hildesheim angekommen), sondern auch in Hannover, wie man auch allen Medien entnehmen konnte, denn am Montag gab es den „nackten Protest“ gegenüber Russlands Präsidenten Putin. Da die Hannover-Messe erst heute endete, ist rund herum ein bisschen Abreisechaos inklusive gesperrter Abfahrten und Stop-and-Go. Als Wahl-Hannoveraner kenne ich glücklicherweise ein paar Alternativ-Routen, sodass ich trotzdem noch recht schnell zum Einkaufen, Tanken und nach Hause komme. Jetzt nur noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen…

Stationen der Woche

Samstag, 13. April 2013

Heute wird wieder ein ereignisreicher Tag. Wie jedes Wochenende wartet etwas Wäsche auf mich, die ich aber heute in der Frühlingssonne aufhängen kann. Nachmittags fahre ich zu einer guten Freundin, denn wir wollen zu IKEA. Eigentlich brauchen wir dort nichts neues, aber meine Geschwister, die ich in einer Woche wiedersehe, haben einige Bestellungen aufgegeben. Dafür bekomme ich dann einen schönen Grillabend. Abends gratuliere ich dann noch meinem Vater zum Geburtstag. Alles in allem ein entspannter, lustiger und schöner Tag…

Sonntag, 14. April 2013

Am Vormittag ist es leicht bewölkt, während ich auf der Couch ein bisschen lese. Zwischendurch buche ich auch die Hotels für die kommende Woche. Aber schon in den Mittagsstunden kommt die Sonne wieder zum Vorschein, was mich zu einer schönen Radtour verleitet. Ich hoffe, dass auch bald alles blüht, denn noch sieht alles so blass und grau aus. Wieder zu Hause angekommen packe ich noch meinen Koffer, bevor ich der Einladung des Vortags folge, und mit der guten Freundin und ihren Eltern einen amüsanten Spieleabend verbringe. Zu etwas späterer Stunde breche ich auf, denn mein Bett wartet. Schließlich möchte ich wie immer fit für unsere Kunden sein.

Ruhe um Kraft zu sammelnMontag, 15. April 2013

6:30 Uhr geht wieder mein Wecker, eine neue Woche startet, und ich bin jetzt schon gespannt, was mich die nächsten Tage erwartet. Ich weiß nur, dass ich diese Woche in NRW bin, meiner persönlichen Lieblingsregion, denn ich habe selbst 5 Jahre im „Pott“ gewohnt. Ich hoffe nur, dass ich wenig Stau haben werde. Und vielleicht ist am Mittwoch mal wieder Zeit für Kino und meine Freunde – ich freue mich darauf…

Ich sage immer: „Für den Außendienst muss man geboren sein.“ Ich bin gern unterwegs und liebe den direktesten Kontakt, den man mit seinen Kunden nur haben kann. Und auch, wenn auf den ersten Blick jede Woche gleich, jeder Tag ähnlich aussieht, so ist doch jeder Kunde besonders und die Arbeit sehr abwechslungsreich. Und wenn das nicht mehr reicht, bringen unsere Entwickler wieder etwas Neues ans Tageslicht (ein neues Urlaubskonto, der neue MediFox Messenger uvm.), womit sie mich, aber vor allem unsere Kunden begeistern können.

Ich freue mich auch zukünftig auf viele spannende, lustige und besonders auf erfolgreiche Termine mit Ihnen, in jedem Bundesland, zu jeder Jahreszeit. Und sollte auch mal etwas nicht ganz passen, so hoffe ich doch zumindest auf eine offene und ehrliche Kommunikation.

Falls ich schon mal bei Ihnen zu Gast war, freue ich mich, Sie bald wieder zu sehen, am Telefon zu sprechen oder auch von Ihnen zu lesen (vielleicht sogar in einem Kommentar zu diesem Beitrag). Danke für die vielen schönen Stunden und Ihre unendliche Aufmerksamkeit während der Schulungen. Sollten wir uns noch nicht begegnet sein, werden wir uns vielleicht auch mal zu einer Schulung bei Ihnen treffen. Ich freue mich schon jetzt darauf.

Ihr
Stephan Herzog

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Über den Autor

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